
Der Nationalpark Eifel
Der Nationalpark Eifel - der erste Nationalpark in Nordrhein-Westfalen - wurde 2004 eröffnet. Als Teil des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel gehört der 110 qkm große Nationalpark zur Rureifel, deren Landschaft durch die beiden Flüsse Rur und Urft geprägt wird. Wasser und Wald bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks, dessen Zweck der Schutz von Pflanzen und Tieren sowie ihrer Lebensräume ist. Hier leben mehr als 80 gefährdete Pflanzen- und 160 Tierarten in verschiedenen Lebensräumen wie Wälder, Grünland, Gewässer, Felsen, Heiden, Ginstergebüsche, Moore und Feuchtheiden, darunter Wildkatzen, Rothirsche, Schwarzstörche, Fledermäuse, Biber, Mauereidechsen oder die Gelbe Narzisse und der Hirschfarn. Ein wichtiges Ziel der Nationalparkverwaltung ist die natürliche Entwicklung von Laubwäldern in Form einer Wildnis. Aus den Nadelwäldern im Nationalpark sollen sich ohne direkte menschliche Eingriffe Laubwälder entwickeln. Schon heute bedecken Buchen- und Eichenwälder ein Drittel der Waldfläche, die allerdings noch von Fichten- und Kieferwäldern dominiert wird.
Seit 2006 ist die Dreiborner Hochfläche, die 60 Jahre lang von der belgischen Armee als Truppenübungsplatz Vogelsang militärisch genutzt wurde, auf ausgewiesenen Wanderwegen wieder öffentlich zugänglich. Hier befindet sich auch die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang, über deren Geschichte das Forum Vogelsang informiert. Die Ranger der Nationalparkwacht sorgen für die Einhaltung der Schutzbestimmungen und übernehmen die Pflege für ausgewählte Lebensräume. Sie halten Wege- und Informationseinrichtungen in Stand und helfen den Besuchern, sich im Nationalpark zurechtzufinden und sich mit den Verhaltensregeln vertraut zu machen. Außerdem beantworten sie Fragen, informieren die Besucher über alles Wissenswerte und bieten Führungen an. In Notfällen leisten sie Erste Hilfe. Zu erkennen sind die Ranger an ihren Mounty-Hüten.
In Simmerath-Rurberg, in Schleiden-Gemünd, in Monschau Höfen und im Bahnhof Heimbach befinden sich Nationalpark-Tore. Die Infostellen liegen am Rand des Nationalparks, so daß sie sich hervorragend als Ausgangspunkte für Ausflüge in den Nationalpark eignen. Außerdem werden in den Infostellen Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen rund um den Nationalpark Eifel gezeigt. Die Nationalpark-Tore sind täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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