
Mittel- und Südamerika - Wo Kartoffel, Tomate & Mais zuhause sind
Die lateinamerikanische Küche bietet ein gastronomisches Paradies auf Erden. Vor einigen Jahrhunderten verschmolzen durch die Launen des Schicksals in einem großen Topf die kulinarischen Traditionen der Ureinwohner mit den verwöhnten Gaumen der schwarzen Sklaven, die die spanischen Eroberer mitbrachten und es begann eine neue Epoche mit Viehzucht, Milch- und Käsewirtschaft. Grundnahrungsmittel waren und sind Mais, Kartoffeln und Bohnen. Hinzu kommen nun, besonders in den Rinderzucht-Ländern Argentinien, Uruguay und Chile, vielerlei Fleischerzeugnisse (auch vom Schaf und Lamm) auf den Tisch.
Die ursprüngliche Küche der Indios kam mit wenig Fleisch aus und wurde durch Fänge und Funde aus dem Wasser ergänzt. Auch heute landen in den Töpfen und Pfannen der Lateinamerikaner nach wie vor zahlreiche Fische und Meeresfrüchte.
Wer also Lust hat, in die lateinamerikanische Küche reinzuschnuppern, muss nicht nach Exotik-Regalen Ausschau halten: Kartoffeln, Mais, Bohnen, Kürbis, Tomaten, Kaffee, Kakao, Schokolade und nicht zu vergessen die Chilischoten haben auch bei uns längst einen angestammten Platz gefunden.
In Köln kennt man die Spezialitäten der mittel- und südamerikanischen Küche ebenfallsund weiss sie sehr zu schätzen. Das mag daran liegen, dass Kölner und Lateinamerikaner viel gemeinsam haben: Lebensfreude, Karneval und Lust auf gemeinsames Essen mit Freunden und Familie liegen beiden im Blut. Begleiten sie uns auf unserem Ausflug in die lateinamerikanischen Gefilde Kölns. Wir zeigen Ihnen, wo die Geschmacksnerven Samba tanzen.
Gaumenfreuden am Zuckerhut – die Grundlagen der Küche Brasiliens
Der größte und bevölkerungsreichste Staat Südamerikas kann
selbstverständlich auch eine sehr abwechslungsreiche Küche aufweisen.
Ebenso vielfältig wie seine Bewohner, die größtenteils von Einwanderern
aus Europa, Afrika und Asien abstammen, sind die kulinarischen
Spezialiäten. Auch sie wurden besonders durch die Essgewohnheiten der
ehemaligen portugiesischen Kolonialherren beeinflusst. Mit der
kolonialen Besiedlung und dem Sklavenhandel wurden Lebensmittel
eingeführt, die sich in großer Menge und mit langer Haltbarkeit
beschaffen ließen. So zählen auch heute noch schwarze Bohnen, Reis,
Maniok und der sehr haltbare Stockfisch zu den populärsten Begleitern
der meistverzehrten Gerichte des Landes. Als das brasilianische
Nationalgericht überhaupt gilt die Feijoada, ein Bohneneintopf mit
Fleisch, zu dem Reis, Farofa (geröstetes Maniokmehl)und dekorative
Orangenscheiben gereicht werden
Salsa, Dips & Chips – feurige Scharfmacher
Die typisch lateinamerikanischen scharfen Tomatensaucen mit Namen wie "Höllenfeuer", "Fiesta Dip“, "Salsa Picante" und "Feuerrot" können es schaffen, dass einem die Tränen über die Wangen kullern. Grüner Pfeffer, Jalopeno-Pfeffer oder Chilischoten geben ihnen den richtigen Pfiff. Und Tortilla-Chips, eine mexikanische Spezialität, helfen, die Dips uns Salsas aus dem Glas in den Mund zu transportieren. Die dreieckigen Chips sind aus Maismehl hergestellt, frittiert und ebenfalls scharf gewürzt. Es gibt sie auch in dunkelbraun und blau: Das Dunkelbraun kommt von schwarzen Bohnen, die dem Maisteig beigemischt werden, und das Blau stammt ganz einfach von blauem Mais.
(mt)
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