
Ägyptische Gärten
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 | Grabkammer des Sennedjem in Theben-West, 19. Dynastie Foto: Wolfgang Wettengel | Gärten gab es zu allen Zeiten in der ägyptischen Geschichte. Schon im
Alten Reich ließen sich Baumreihen an der Roten Pyramide im Bereich
der Wüste, hoch über dem Niltal, nachweisen. Im Mittleren Reich waren
es die Tamarisken und Sykomoren, die den Weg zum Totentempel des
Mentuhotep begleiteten. Im Neue Reich wurde der Garten zu einem
selbstverständlichen Teil der pharaonischen Kultur.
Gärten waren nicht
nur als prachtvolle Anlagen neben den villenartigen Häusern der Oberschicht
zu finden, sondern für alle erlebbar. Gärten waren Ort der Erholung,
der Muße und der Zerstreuung. Künstlich und kunstsinnig angelegte
Gärten weckten Sehnsucht und Hoffnung – sogar auf ein Leben in den
Gärten des Jenseits.
Die Ausstellung spürt unterschiedlichen Gartenentwürfen an Hand neuer
Ausgrabungen in Ägypten, insbesondere in der von Pharao Amenophis
IV. (Echnaton) gegründeten Stadt Amarna, nach.
Große Modelle zeigen
die architektonische und urbane Integration verschiedener Gärten an
Palast und Wohnhaus. Kostbare Funde – Reliefs mit Wein- und Lotosranken,
Kapitelle mit Pflanzendekor, als Früchte gestaltete Stein- und
Tongefäße - sind Zeugnisse der Flora Ägyptens im 2. Jahrtausend v.
Chr. Kunstvolle Blütenkränze und Pflanzenhalskrägen, gewunden aus
Lotos und Mohn, Kornblumen und Tamarisken, spiegeln die besondere
Freude an farbfrohen Blumen und Zweigen für Festtag und Alltag.
Idee und Konzept der Ausstellung „Ägyptische Gärten“ gehen auf Dr.
Christian Tietze, Architekt und Bauforscher an der Universität Potsdam,
zurück, der sich seit vielen Jahren mit dem Nachweis und der Gestaltung
pharaonischer Gärten in Ägypten befasst.
Nach „Die Pyramide“ im Jahr
1999 und „Echnaton und Amarna“ im Jahr 2005 sind die „Ägyptischen
Gärten“ die dritte gemeinsam mit dem Römisch-Germanischen Museum
entwickelte Ausstellung zu einem Thema des Alten Ägypten.
Auf einer Pressekonferenz stellen Dr. Christian Tietze, Architekt und
Bauforscher an der Universität Potsdam und Dr. Friederike Naumann-
Steckner, stellvertretende Direktorin des Römisch-Germanischen Museums,
die Ausstellung vor.
Öffnungszeiten: täglich außer montags 10 bis 17 Uhr, am ersten Donnerstag
im Monat 10 bis 22 Uhr.
Eintrittspreise: Kombikarte (Museum und Sonderausstellung) 7 Euro,
ermäßigt 4,50 Euro.
Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung: jeden Dienstag um
15.30 Uhr
Begleitbuch zur Ausstellung (250 Seiten mit mehr als 330 Farbabbildungen)
29,90 Euro im Museumsshop.(or) | | Weitere Artikel:
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