
Phoenix
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 | Thomas Mars / Phoenix Foto: Maren Winter | "Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo." wußte schon Wolfgang Amadeus Mozart. Das ließen sich Phoenix bei ihrem Konzert am 14.11. im E-Werk in Köln nicht zweimal sagen.
Etwas größenwahnsinnig kommt dann auch der Titel des neuen Phoenix Albums als eine Symbiose zwischen einem der größten Komponisten aller Zeiten und dem Bandnamen daher: Wolfgang Amadeus Phoenix. Klingt wie ein Versprechen an die Fans, das schwer zu halten sein sollte. Und auch gleich der erste Song des Albums Lisztomania, gleichzeitig erste Singleauskopplung, ist eine Hommage an einen Komponisten und zugleich der Name einer Filmbiografie über eben jenen: Franz Liszt.
Von den vorherigen Alben begeistert und 1901 als Ohrwurm ging es dann mit hohen Erwartungen zum restlos ausverkauften Konzert. Die Menschenmassen stauten sich im Kölner E-Werk und so verpasste sicher der ein oder andere den Anfang von Noah And The Whale, die glücklicherweise nicht einfach nur den undankbaren Vorband-Auftritt hatten, sondern vom Publikum gefeiert wurden. Es schienen sogar Fans hier zu sein, die einzig und allein wegen der 4-köpfigen Band um Sänger Charlie Fink das Konzert besuchten.
Nach ungefähr einer halben Stunde Pause war es endlich soweit: unter tosendem Applaus und dem Gekreische der weiblichen Fans eröffneten Phoenix ihre Show sogleich mit ihrem Hit Lisztomania.
In diesem Moment war schon klar: dieses Konzert wird außerordentlich werden. Gefolgt von Long Distance Call konnte sich schon bald niemand mehr halten und diese ausgelassene Stimmung übertrug sich offensichtlich auch unmittelbar auf den charismatischen Sänger Thomas Mars, der beim dritten Lied -Lasso- von der Bühne kletterte, hinein ins Publikum.
Es war einfach Wahnsinn wie sehr Thomas es schaffte das Publikum während des gesamten Konzertes anzuheizen und eben nicht nur musikalisch bei Laune zu halten. Selten habe ich solch eine Einheit zwischen Band und Publikum erlebt. Diese spiegelte sich besonders wieder als das Publikum höflich von ihm gebeten wurde für das Crew-Mitglied Cedric ein deutsches Geburtstagsständchen zu singen. Während auf einer Leinwand private Fotos des Geburtstagskindes gezeigt wurden, sang das komplette E-Werk Zum Geburtstag viel Glück.
Insgesamt war das ganze Set eine gelungene Mischung aus alten und neuen Liedern, aus Hits und den weniger bekannten Songs und das nach etwa einer Stunde schon Schluss sein sollte damit, konnte natürlich nicht sein. Unter anhaltendem Applaus und Zugabe-Rufen kehrten Phoenix zurück und spielten noch 4 Zugaben, unter anderem Everything is Everything und If I Ever Feel Better.
Gegen Ende der Zugabe war Thomas plötzlich von der Bühne verschwunden. Den suchenden Blicken der anderen folgend entdeckte man ihn schließlich kletternd auf einer Empore über dem Zuschauerraum -ein weiteres Zeichen für die besondere Atmosphäre bei einem grandiosen Konzert. Phoenix haben ihr Versprechen gehalten. (hw) | | Bildergalerie:
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