
Richmodis von Aducht
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 | Foto: Greven | Frau Richmodis von Aducht, die Gemahlin eines reichen Bürgermeisters von Köln, starb einst ganz plötzlich und kinderlos und wurde feierlich begraben. Nach Landesbrauch hatte ihr Mann ihr eine goldene güldene Kette um den Hals und einen kostbaren Ring am Finger mit ins Grab gegeben.
Der goldsüchtige Totengräber, welcher dieses wußte, wollte der Erde diesen anvertrauten Schatz nicht überlassen, sondern machte sich in der Nacht mit einer Laterne über das Grab her. Er war gerade dabei den Sargdeckel zur Seite zu schieben als sich die tote Frau aufrichtete. Fürchterlich erschrocken und verängstigt floh der Totengräber davon, so schnell ihn seine Beine trugen.
Die Frau kletterte aus dem Grab, nahm die Laterne, die der Totengräber fallen gelassen hatte und ging zurück zum Hause ihres Mannes. Sie klopfte an die Tür und als die Magd sie erkannte, lief sie schnell zum Bürgermeister und sagte ihm,dass seine Frau vor der Tür stehe. Er aber glaubte ihr nicht und sprach: «So wenig es wahr sein kann, daß mein Pferd die Treppe hinaufklettere und durch das Dach des Bodens herausschaue, so wenig ist es möglich, daß meine Frau aus dem Grabe wieder nach Hause kommen kann.»
In diesem Moment hörte man ein Poltern und Wiehern auf dem Dachboden und die Frau klopfte weiter an die Tür. Er schaute nun endlich aus dem Fenster und erkannte die goldene Kette, den funkelnden Ring und die Kleider seiner Frau und wusste nun, dass die Magd die Wahrheit gesagt hatte.
Er lief hinunter und lies seine Frau hinein, die weder wusste wieso sie in einem Grab gewesen war noch wer sie wieder hinausgelassen hatte. Beide waren einfach glücklich, sich wiederzuhaben und von da an lebte die Frau noch ein langes, erfülltes Leben.
Die Pferde vom Dachboden zu bekommen, war ein aufwändiges Unterfangen, zu dessen Gedenken nun die steinernen Pferdeköpfe aus dem Turm schauen.(cj) | | Weitere Artikel:
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