
Die Teufelswette vom Kölner Dom
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 | Foto: Greven |
Eines Tages kam der Teufel, verkleidet als ein welscher Baumeister, zu Gerhard von Ryle, dem Baumeister des Domes und fragte ihn, ob er ihm einen Rat geben dürfe. Stolz wies der Dombaumeister ihn ab. Daraufhin führte der Teufel das Gespräch durch eine List geschickt dahin, dass er und der Baumeister eine Wette abschlossen: Wenn der Teufel es schaffte eine Wasserleitung aus der Eifel nach Köln unter den Dom fließen zu lassen, bevor der Dom vollendet sei, gehöre die Seele des Baumeisters ihm.
Sie beschlossen diesen Pakt, da Gerhard sicher war, der Teufel könnte keine so lange Wasserleitung bauen. Dem Teufel gelang dies in der Tat nicht sofort, doch schließlich erhielt er durch eine List von Gerhards Frau den nötigen Hinweis. Er müsse alle Viertelstunden Weges ein kleines Luftloch lassen, nur so könne das Wasser bis nach Köln fließen. Der Teufel tat wie ihm geheißen und als Gerhard auf den Turm des Domes stieg, um den Fortschritt seines Bauwerks zu bewundern, sah er den kleinen Bach unterhalb des Doms. Er erkannte, dass der Teufel die Wette gewonnen, und er somit seine Seele verloren hatte und stürzte sich mit einem fürchterlichen Schrei vom Turm hinab. Der Teufel sprang ihm jedoch in Gestalt des Höllenhundes hinterher, packte ihn in der Luft und fuhr mit ihm in die Hölle hinab. Daraufhin wollte lange Zeit kein Baumeister mehr den Bau am Dom fortsetzen.(cj) | | Weitere Artikel:
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