
Februar/März - Straßenkarneval
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Donnerstag: Weiberfastnacht
Um Punkt 11:11 Uhr ist es soweit: Wieverfastelovend (Weiberfastnacht, ein Donnerstag) leitet die Zeit des Straßenkarnevals ein! Versuchen Sie es ruhig: in Köln gibt’s kein Entkommen, denn die ganze Stadt steht Kopf.
Die "Weiber" übernehmen das Regiment (Männer: teure Krawatten unbedingt im Schrank lassen!) auf dem Alter Markt und im Rathaus. Verrückt, fröhlich, schrill und laut. Nicht nur in der gesamten Altstadt wird ausgelassen gefeiert, geschunkelt und gesungen - von Donnerstag bis Veilchendienstag herrscht in ganz Köln der Ausnahmezustand.
Samstag: Geisterzug
Gleiches gilt für den Geisterzug, der sich am Späten Abend des Karnevalsamstags durch die Straßen Kölns schlängelt. Kamelle und Strüsjer gibt’s bei diesem alternativen Umzug (immer inspiriert von aktuellen politischen Ereignissen) keine. Dafür aber kann im Geisterzug jeder spontan und ohne vorherige Anmeldung als verkleideter Geist oder dunkle Gestalt mitlaufen (toll: die vielen Percussion- und Sambagruppen, die den gespenstischen Zug im Kollektiv zum Tanzen bringen!).
Der Zugweg wechselt jährlich und wird bewusst so gelegt, dass Fahrzeuge nicht teilnehmen können. Auch elektrische Musik ist nicht erwünscht.
Die Tradition des Geisterzugs geht weit zurück bis über das Mittelalter hinaus. Erst durch die bürgerliche Karnevalsreform von 1823 wurde der Straßenkarneval als Ereignis kontrollier- und steuerbar gemacht und die Umzüge auf Tageszeiten verlegt.
Die Idee des Geisterzugs geriet ins Hintertreffen.
Als wegen des ersten Golfkriegs der Rosenmontagszug 1991 ausfallen und auf der gleichen Strecke eine Anti-Kriegs-Demonstration stattfinden sollte, wurde die Idee wiederentdeckt. Wenngleich ungeplant. Die Anhänger des offiziellen Karnevals wollten nämlich "den Chaoten" nicht die Zugstrecke überlassen und gingen mit. Diese spontane Mischung wurde einer der schönsten Umzüge der Kölner Geschichte!
www.geisterzug.de
Sonntag: Schull- un Veedelszöch
Neben vielen kleineren Umzügen am Freitag und Samstag steht am Karnevalssonntag der Schull- un Veedelszöch (ideenreicher Umzug der Schulen und einzelnen Stadtviertel) als Höhepunkt fest.
Montag: Rosenmontagszug
Der höchste Feiertag des Jahres ist in Köln der Rosenmontag, der Tag des großen Rosenmontagszugs. Ab 11 Minuten nach 11 wälzt sich die bunte, festlich-jecke Triumphfahrt von Prinz, Bauer und Jungfrau fünf Stunden lang vom Chlodwigplatz aus durch die Stadt.
Tolle Prunkwagen, die die große und kleine Politik auf die Schippe nehmen, Reiterschwadrone und Tanzgruppen, Spielmannszüge, Großfiguren, Fußvolk in bunten Kostümen, Süßigkeiten (Kamelle) und Blumensträuße (Strüsjer), Kölsche Lieder, etwa 1,5 Millionen feiernde Menschen, die den Zugweg säumen - man muss es miterleben.
Ganz wichtig: es heißt "Alaaf!" ("Helau!" ist Kappes).
Dienstag: Veedelszüge und Nubbelverbrennung
Karnevalsdienstag finden ebenfalls Veedelszüge statt, Punkt 00:00 Uhr hat das Närrische Treiben mit der Verbrennung des "Nubbel" (eine Strohpuppe als Symbol für die Verfehlungen während der jecken Tage) vor den Kneipen.
Mittwoch: Aschermittwoch
Nicht übers Ziel hinausschießen: Aschermittwoch ist mit dem traditionellen Fischessen alles vorbei und die Pappnasen verschwinden wieder in den Schubladen. Bis zum 11. November…
(rt) | | Weitere Artikel:
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