
Kirchen
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| | Der Kölner Dom
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Domkloster 3 50667 Köln/Altstad-Nord
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Der Kölner Dom ist mit seinen beiden 157 Meter hohen Türmen das Wahrzeichen der Stadt und eines der bekanntesten Architekturdenkmäler Deutschlands. 1996 wurde er als Meisterwerk gotischer Architektur in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und gilt seitdem auch "offiziell" als besonders erhaltenswert.
Stolze 632 Jahre dauerte der Bau der größten deutschen Kathedrale - an einer Stelle, an der sich bereits in der Römerzeit Christen versammelten (dies belegt der Fund eines großen Taufbeckens unmittelbar hinter dem heutigen Dombau).
Gewaltig sind die Dimensionen: Die Gesamtlänge beträgt 144,58 Meter, die Gesamtbreite des Querschiffs 86,25 Meter. Die Westfassade ist mit 7.000 qm sogar die größte Kirchenfassade der Welt.
Der Alte Dom
Bereits im vierten Jahrhundert befand sich auf der Stelle des heutigen Doms ein christlicher Sakralbau, der im Zeitverlauf durch immer größer werdende Kirchen erweitert oder ersetzt wurde. Der erste Kirchbau, dessen Aussehen heute bekannt ist, war der 870 vollendete karolingische Dom (heute als "Alter Dom" bekannt).
Gotischer Neubau
Mit der Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln durch Erzbischof Rainald von Dassel wurde der Dom im Jahr 1164 zu einer der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Europas. Köln reagierte hierauf mit einem monumentalen Neubau im architektonischen Stil der Gotik - in Anlehnung an die Kathedralen von Amiens, Paris und Straßburg.
Die Grundsteinlegung des heutigen Doms erfolgte im Jahr 1248 durch Erzbischof Konrad von Hochstaden. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts waren der Chor (Einweihung 1322) mitsamt der Innenausstattung, das Petrusportal mit Figurenschmuck und ein Teil des Südturmes fertig gestellt - dann folgte aufgrund finanzieller Engpässe der einstweilige Abbruch der Baumaßnahmen.
Über 300 Jahre hinweg bestimmte der gewaltige Torso samt Baukran auf dem unvollendeten Südturm das Stadtbild.
Vollendung des Kölner Doms
Die Fertigstellung des Kölner Domes erfolgte erst im 19. Jahrhundert. 1841 gründeten Kölner Bürger auf Veranlassung von König Friedrich Wilhem IV. den "Zentralen-Dombau-Verein" und nur ein Jahr später legte der preußische König den Grundstein für den Weiterbau der Kathedrale. 1880 dann, nach 632 jähriger Bauzeit, konnte unter Zuhilfenahme unterstützender moderner Technik das Bauwerk vollendet werden.
Die ewige Baustelle
Trotz der Einschläge von vierzehn schweren Fliegerbomben überstand der Dom den Zweiten Weltkrieg. Die unmittelbaren Wiederherstellungsarbeiten sind nach vielen Jahren zwar abgeschlossen - "fertig" ist der Dom aber auch heute noch nicht. Umweltbelastungen und Witterungsverhältnisse setzen dem Domgemäuer so stark zu, dass die Dombauhütte ständig mit neuen Restaurationsarbeiten beschäftigt ist. Der Kölner Volksmund ist sich sicher: "Wenn der Dom fertig ist, geht die Welt unter."
Kunstschätze im Kölner Dom
Der Kölner Dom beherbergt zahlreiche Kunstschätze:
- Hinter dem Hochaltar (1320) steht der Dreikönigenschrein.
- In der Kreuzkapelle hängt das Gero-Kreuz, das von Erzbischof Gero gestiftet wurde und als die älteste erhaltene Großplastik nach der Antike gilt.
- Der Altar der Kölner Stadtpatrone in der Marienkapelle (1445) ist das Hauptwerk Stephan Lochners.
- Das Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert aus Eichenholz ist das größte seiner Art in Deutschland.
- Sehenswert sind die zahlreichen Glasgemälde (insgesamt besitzt der Kölner Dom Fenster mit 10.000 Quadratmetern Fläche), vor allem die Chorfenster mit dem größten erhaltenen Glasmalereizyklus des 14. Jahrhunderts in Europa.
Auch zu finden unter: Sehenswürdigkeiten, Kölner Dom, Weitere Kirchen
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