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Gastronomie
Belgisches Viertel – Leben in der Innenstadt 

Zwischen Hohenzollernring, der Aachener und der Venloer Straße liegt das nach seinen Straßennamen benannte „Belgische Viertel“. Alle großen Städte der angrenzenden Nachbarländer sind hier vertreten: Antwerpen, Brüssel, Lüttich und Maastricht versammeln sich umden zentralen Punkt innerhalb des Viertels, dem „Brüsseler Platz“.

Begrenzt wird das Belgische Viertel vom Inneren Grüngürtel. In den vergangenen Jahren hat es sich zu einem der angesagtesten Viertel der Stadt entwickelt. Durch die Vielzahl von neuen Geschäften und Galerien entstand ein buntes und lebendiges Innenstadtviertel, in dem zahlreiche Kreative und Künstler ein Zuhause gefunden haben. Die hohen Immobilienpreise sprechen eine deutliche Sprache, was die Beliebtheit des Viertels betrifft.

Ebenso bunt und abwechslungsreich wie das Viertel selbst, zeigt sich die hier ansässige Gastronomie. Eine große Bandbreite der Küchen dieser Welt bietet Bewohnern und Besuchern alles von Szene-Treffs, Bars, Kneipen und Cafés bis hin zu Gourmet-Restaurants. Bei unserem Streifzug durch diesen Teil der Kölner Innenstadt haben wir ein paar schöne Entdeckungen gemacht, die wir ihnen hier vorstellen.

Gerade in der hektischen Innenstadt haben die Menschen ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung. Auch im Belgischen Viertel gibt es ein paar Plätze, die sich zu diesem Zweck hervorragend eignen. Die älteste erhaltene Grünanlage Kölns beispielsweise ist der Stadtgarten, der um1882 angelegt wurde. In dieser grünen Oase suchen viele Kölner Erholung. Außerdem sehr beliebt sind die Wiesen und der Biergarten am Aachener Weiher. Das viereckige Becken bildet dabei einen Knotenpunkt, an dem sich imSommer die Sonnenanbeter und Grillfreunde tummeln.

Betrachtet man die lange Kölner Stadtgeschichte, ist das Belgische Viertel relativ jung. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die mächtige Kölner Stadtmauer abgerissen, da die Bevölkerung sich stark vermehrt hatte und die Stadt aus allen Nähten platzte. Erhalten blieben nur Hahnen-, Severins- und Eigelsteintor.

Nach Pariser Vorbild wurde ein großer Ringboulevard geschaffen. Außerhalb dieser Ringstraße entstand die Neustadt, von der das Belgische Viertel ein Teil ist und in der es nun endlich genug Platz gab. Um 1910 war die Neustadt größtenteils fertig gestellt. Große Ausfallstraßen an den Ringen veränderten das Stadtbild gewaltig, von denen eine die Aachener Straße ist. Sie diente ursprünglich als Verlängerung der Schildergasse. Bei den Römern hieß sie „Via belgica“ und führte als Fernstraße nach Aachen und Belgien.



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