Beschreibung:
Keine halbe Autostunde von Köln entfernt liegt die Insel Hombroich, die ihrem Namen faktisch keine Ehre macht. Denn das Parkgelände ist keine Insel, sondern vielmehr eine angelegte Auenlandschaft, die sich dem Besucher jedoch so unverhofft, verwunschen und kunstvoll auftut, dass man tatsächlich das Gefühl hat, eine Insel zu betreten, die weit entfernt der sie umgebenden Städte liegen muss. Und schon deshalb ist die Museumsinsel einen Besuch wert. Der terrassen - und auenartige von Bernhard Korte angelegte Park allein ist schon absolut sehenswert. Eine Oase, ruhig, grün und beinahe mystisch. Zwischen all den Pappeln, Weiden, Wildblumen und Biotopen verstecken sich unterschiedlichste Skulpturen und Installationen und darüber hinaus die beeindruckenden skulpturale Bauten Erwin Heerichs. Ein Besuch der Insel ist gleichermaßen Ausflug, Sparziergang, Museumsbesuch und Entdeckungsreise. Heerichs Bauten sind nicht nur von außen schön und spannend, sondern auch von innen. Stößt man die schweren Eingangstüren auf, fühlt man sich sogleich wie in einer Parallelwelt. Gerade noch verwunschene Auenlandschaft, nun klare, minimalistische Räume mit spärlich verteilten Kunstobkjekten namhafter Künstler unterschiedlichster Richtung, wie etwa Eduardo Chillida, Marcel Breuer, Anatol Herzfeld, Alexander Calder, Yves Klein, Bruno Goller,Gotthard Graubner, Rembrandt, Gustav Klimt, Henri Matisse oder Paul Cézanne. Dieser Zaubertüreffekt macht die Wirkung der Räume aus, und natürlich das Wenige und zuweilen auch das Nichts, was darin zu bestaunen ist. Und auch beim Schlendern durch die Anlage stößt man immer wieder auf irgendetwas, was sich entdecken lässt. Und wer sich nicht für eine der zahlreichen Installationen begeistern kann, findet vielleicht Gefallen am wilden Blumengarten oder schlicht der beschaulichen, märchenhaften Atmosphäre, die hier herrscht. Hier kann man – egal ob allein, zu zweit oder mit Kinderhorde, gut ein paar Stunden aushalten. Für alle, die zwischendurch eine Stärkung brauchen, gibt es in der „Insel-Kantine“ Heerichs-Entwürfen entsprechend arg puristische, regionale Kost - Wasser, Tee, Apfelmus, Schwarzbrot, Quark, Kartoffeln. Das Eintrittsgeld für die Insel ist allerdings alles andere als klein, in der Woche zahlen Erwachsene 12 Euro, Kinder die Hälfte und an Wochenenden und Freitagen sind es 15 Euro bzw. 7 Euro. Allerdings ist das Essen in der Cafeteria im Eintrittspreis
inbegriffen!
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