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17.05.11 - Ausstellung: The Art of Pop Video 

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Lady Gaga mit Telephone
Foto: Universal
Lange bevor der Musiksender MTV am 1. August 1981 mit dem Buggles-Clip „Video Killed the Radio Star“ auf Sendung ging, war das Popvideo eine feste Größe in der Vermittlung musikalischer und ästhetischer Innovationen. Die Ausstellung „The Art of Pop Video“ feiert das Musikvideo in all seinen Ausdrucksformen und lädt dazu ein, seine filmischen Vorläufer ebenso kennen zu lernen, wie einen Blick in seine Zukunft zu wagen.

Die Ausstellung gliedert sich in zwölf Kapitel: Einem historischen Block folgen Räume mit den Titeln: Abstractions, Die Eroberung des Films, Die Eroberung der Kunst, The Dancing of Politics, Amateur, Tanz, Who Wants to Live Forever?, All Is Full of Love, The Wilderness Downtown und Look at Yourself – Der Videoclip betrachtet sich selbst. Ein eigener Raum ist dem Musikvideo als Medium der Bildenden Kunst gewidmet. In der Ära des High-Speed-Internets können alle User zu „Vee-jays“ werden: Einige der bes-ten Clips stammen heute von Amateuren, die mit spontanen Geniestreichen die Profis her-ausfordern.

Das Video zu „We Won’t Break“ von Zoot Women, in dem Figuren der Renais-sancegemälde Hieronymus Boschs und Pieter Breughels zum Leben erwachen, war ur-sprünglich Mirjam Bakers und Michael Krens Abschlussprojekt an der Fachhochschule St.Pölten. Als der Schlagzeuger der Band zufällig die Animation auf Youtube entdeckt hatte, wurde sie zum offiziellen Musikvideo des Songs erhoben. Solch neuartige, demokratische Produktionsweisen bescheren dem Musikvideo gegenwärtig eine neue Blüte: „Mash Up“, „Amateur Style“ und „Interaktion“ heißen diese aktuellen Strömungen im Popvideo.

Befreit vom Weichspüldiktat des Fernsehens entdecken viele Popvideo-Regisseure derzeit polarisierende Themen wie Jugendgewalt und Politik. Ein Schwerpunkt der Ausstellung stellt daher politisch relevante Popvideos seit den Sechziger Jahren vor – von Bob Dylan und den Kinks bis zu George Michaels Anklage gegen den Irak-Krieg („Shoot the Dog“) und Daft Punks Auseinandersetzung mit der „Pop-Ikone“ Barack Obama.

Ausstellung "Art of Pop Video" im Museum für Angewandte Kunst (MAKK)
An der Rechtschule, 50667 Köln
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11- 17 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat 11- 22 Uhr (Führung um 18 Uhr)
(or)

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